Nonnengänse in Kehdingen
Zur Zeit rasten in Kehdingen entlang der Elbe wieder ca. 70.000 Nonnengänse manchmal auch bekannt unter dem Namen Weißwangengans. Im Oktober erscheint diese Gans aus ihren arktischen Brutgebieten hier an der Unterelbe und verlässt uns je nach Witterung wieder im März / April.
Gute Beobachtungsmöglichkeiten ergeben sich:
- am Ruthenstromsperrwerk
- Asseler Sand (parken am Asseler Hafen)
- Beobachtungsturm Freiburg
- Beobachtungsturm Fähre Wischhafen / Glückstadt
- bei einer Fahrradtour entlang des Landernweges


Bussard im Elektro - Stacheldraht
Der Bussard wurde von unseren Mitgliedern Monika und Martin Kogge am Vormitttag des 14.08.2011 in den Wiesen bei Essel in dieser misslichen Lage gefunden. Der Vogel hatte sich mit seinem linken Flügel im Stacheldraht verfangen. Er konnte befreit werden. Anscheinend hatte er sich nicht schwer verletzt, denn er ist gleich weggeflogen.
Dies Beispiel zeigt einmal mehr, wie gefährlich Stacheldrahtzäune für Wildtiere sind. Dabei gibt es andere möglichkeiten Vieh zu hüten. Der gute alte Lattenzaun wäre sicher eine gute Alternative, da von ihm eigentlich keine Gefahr für Wildtiere ausgeht. Aber wenn man schon Elektrozäune nutzen will, dann doch am besten mit glatten Drähten, die in ausreichendem Abstand angebracht werden müssen, damit nicht die Gefahr besteht, dass sich die Tiere zwischen 2 Drähten strangulieren. Dann gibt es die mit Metall verwebten Kunststofflitzen, die von den Tieren besser gesehen werden. Maschendrahtzäune stellen auch eine Gefahr für Wildtiere insbesondere für Hasen, Rehe, Igel etc. dar, da diese sich in den Maschen verfangen können und sind daher auch nicht zu empfehlen.Eine weitere Gefahr stellt alter Stacheldraht dar, der nicht abgebaut wird und mit dem Verfallen nicht mehr genutzter Zäune irgendwann ins Gras einwächst. Er ist damit für Tiere nicht mehr sichtbar und sie treten hinein, was zu schweren Verletzungen führen kann.Genau so problematisch sind illegal entsorgte alte Stacheldrahtrollen, die einfach in irgendwelche Feldgehölze geworfen werden.
Wer mit offenen Augen durch unsere Landschaft läuft, findet aller Orten solche Zustände.Neben Zäunen sind natürlich auch Hecken (Knicks) und Steinmauern möglich und wären aus Naturschutzsicht die beste Alternative. Die kriegt man aber nicht von heute auf morgen hergestellt.Der NABU appelliert an alle Landwirte Wildtiergerechte Zäune zu setzen.
Karmingimpel auf Lühesand

seit dem 13.05.2011 sind die Karmingimpel auf Lühesand aus dem Winterquartier zurück. Der Karmingimpel lebt im Landkreis Stade auf den Elbinseln. Er trifft meist Mitte Mai aus seinem Winterquartier in Asien im Landkreis Stade ein. Er brütet ab Juni und verlässt uns bereits Ende Juli bis Mitte August wieder.
Am 20.02.2011 - erste Störche in Kehdingen
Am 20.02.2011 in Drochtersen - Ritsch
Tagpfauenauge

Das Tagpfauenauge gehört zum festen Bestandteil unserer Insektenwelt und erfreut uns mit seiner Farbenpracht an den blühenden Gartenpflanzen. Seine Raupen finden sich vor allem an der Großen Brennnessel, wo sie auch Kahlfraß verursachen können. Der Falter überwintert an geschützten Stellen auch in Gebäuden und taucht deshalb manchmal auch in geheizten Zimmern auf. Das Tagpfauenauge gehört, neben dem kleinen Fuchs, zu den häufig und verbreitet auftretenden Schmetterlingen.
Andere bekannte Arten, wie Admiral und Distelfalter, sind Wanderfalter, die im Frühjahr immer wieder unsere Region durch Einflug aus dem Süden neu besiedeln, hier dann oft noch eine lokale Generation ausbilden.
Wespenspinne
Die Wespenspinne ist eine bei uns selten auftretende Art. Sie gehört zu den Radnetzspinnen und baut ihr Netz unmittelbar über dem Boden zwischen Grashalmen. Deutlich zu erkennen ist ein zickzackförmiges Gespinstband, in dessen Mitte die auffallend gefärbte Spinne sitzt.
Sie ist sehr wärmebedürftig und ist bei uns infolge der klimatisch bedingten Erwärmung in den letzten Jahren häufiger zu finden, vor allem in Lebensräumen, die sonnenexponiert sind und Wärme speichern. Hier lebt sie in niedriger Vegetation. Die hier fotografierte Wespenspinne wurde im Wolfsbruchermoor auf einer extensiv genutzten Moorwiese gefunden.
Bei der Wespenspinne wird das Weibchen etwa 15 mm lang, während das Männchen mit 5 mm zwergenhaft klein bleibt. Nach der Paarung wird das Männchen vom Weibchen eingesponnen und gefressen. Das Weibchen spinnt einen bis mehrere Eikokon, die Jungen schlüpfen noch im Herbst und überwintern im Kokon. Erst im warmen Mai wird die schützende Behausung verlassen.
Das Auftreten der Wespenspinne ist bei uns von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich.
Waren sie in den letzten fünf Jahren häufig und regelmäßig in den ihr zusagenden Biotopen zu finden, musste man in diesem Jahr nach ihr suchen und fand sie nur an wenigen Stellen, und auch ihre Größe schien bescheidener zu sein.
Die Wespenspinne ist auf jeden Fall eine unserer schönsten und auffälligsten Spinnen.
Schlangenwurz
Die Schlangenwurz (oder Sumpfcalla) entdeckten Mitglieder des NABU bei einer Kranich-Kontrollfahrt im Wolfsbruchermoor in einer Vernässungsfläche des Torfwerkes. Hier wächst sie in mehreren Exemplaren auf Torfschlamm, der auch zeitweise überflutet wird. Die Schlangenwurz ist eine auffallende Pflanze mit großen, herzförmigen Blättern und weißer Blüte. Sie ist dort, wo sie vorkommt, meist bestandsbildend und überwuchert Schlamm- und flache Wasserbereiche. Üppige Vorkommen sind in den Moorwettern des Alten Landes (zwischen Stade und Dollern) zu finden. In Kehdingen ist sie selten anzutreffen.
Grünes Heupferd

Das Grüne Heupferd ist wohl unsere größte Laubheuschrecke, die sich auch als sehr anpassungsfähig zeigt. Sie ist in Gärten, Hecken, auf langrasigem Grünland, in Getreidefeldern und Trockenrasen zu finden. Man sieht sie allerdings trotz ihrer Größe und Behäbigkeit selten, doch ist ihre Anwesenheit durch den lauten Gesang unverkennbar.
Diese Laubheuschrecke ernährt sich überwiegend von Insekten wie Fliegen, Raupen und sogar Käfer. Sie ist also ein sehr nützlicher Gartenbewohner. Weiterhin ist die Jugendentwicklung interessant, die sich über mehrere Jahre erstrecken kann. Für sie sind deshalb einigermaßen stabile Lebensräume sehr wichtig, z. B. Grünland, das über Jahre extensiv bewirtschaftet wird oder Hecken und Ruderalflächen.
Die Art ist als erwachsenes Insekt von Mitte Juli bis Oktober aktiv und ist sowohl tagsüber wie in der Nacht zu hören. Bei uns ist sie sowohl in den Siedlungen wie auch in der Feldmark anzutreffen. Die hier gezeigten Tiere wurden im Altendorfer Moor auf einem extensiviertem Grünland aufgenommen, wo sie recht zahlreich zusammen mit anderen Heuschrecken vorkommt:
Roesels Beißschrecke, Buntbäuchiger Grashüpfer, Kurzflügelige Schwertschrecke, Sumpfschrecke, Weißrandiger Grashüpfer und Dornschrecke.
Allgemein zeigte sich das Jahr 2010 als Heuschreckenjahr. Auch sonst seltene Arten sind in diesem Jahr verbreitet und häufig zu finden.
Roesels Beißschrecke
Eine ziemlich große, etwas plump wirkende Heuschrecke ist Roesels Beißschrecke. Sie kommt auf feuchtem und trockenem Grasland vor und zählt zu unseren häufigsten Laubheuschrecken. Da sie nicht besonders springfreudig ist, versteckt sie sich bei Gefahr in der Vegetation.
Ihr Gesang ist nicht auffallend, es ist ein weiches Sirren in hoher Tonlage und nur auf kurzer Strecke zu hören.
Roesels Beißschrecke ist gut an den weiß gerandeten Seitenlappen des Halsschildes zu erkennen.
Ihre Verbreitung hier im Gebiet scheint von Jahr zu Jahr unterschiedlich auszufallen. Im Jahr 2009 wurde sie vor allem im engeren Moorbereich gefunden, hier besonders auf der Ostener-Isenseer Sietwende in einem Pfeifengras-Bestand massenhaft, während im Jahr 2010 an dieser Stelle keine beobachtet worden sind. Stattdessen war sie offensichtlich im weiteren Umfeld auch auf Grünland mit dichtem Grasbewuchs zugegen.
Roesels Beißschrecke ist als erwachsenes Tier von Juli bis Oktober anzutreffen. Die Eiablage erfolgt mit Hilfe des Legebohrers, an dem das Weibchen gut zu erkennen ist, in einem Pflanzenstängel.
Die hier gezeigten Tiere wurden im Altendorfer Moor auf einem extensiviertem Grünland aufgenommen.
Brombeerzipfelfalter
Text/Foto: NABU
Ein kleiner grüner Schmetterling aus der Gruppe der Bläulinge ist jetzt häufig in den Restmoorstücken des Elbniederungsmoores anzutreffen. Es ist der Brombeerzipfelfalter. Der hier abgebildete Falter wurde beim Restmoorstück Jungclaus Heide beobachtet. Ebenfalls häufig ist er in den heidebestandenen Flächen des NSG „Oederquarter Moor“. Sitzend an Sträuchern ist er aufgrund seiner Grünfärbung kaum zu erkennen, erst im Flug fällt er auf. Seine Raupe ist auf Pflanzen wie der Brombeere, Moosbeere und Ginsterarten zu finden. Meist fliegt er hier nur in einer frühen Generation von Mai bis Juni, unter günstigeren Verhältnissen wird eine zweite im Juli/August gebildet.Verwandte Bläulinge, denen man in hiesigen Restmooren begegnet, sind der Faulbaum und der Ameisenbläuling (beide blau gefärbt) sowie der kleine und der braune Feuerfalter (beide rot bzw. braun).
Blaukehlchen
Text/Foto: H. Drexler
Das Blaukehlchen war jahrelang ein seltener Brutvogel in Deutschland. Seit Ende der 80er Jahre konnte man eine enorme Bestandszunahme feststellen, die sich überwiegend in den Marschen und Mooren Niedersachsens vollzogen hat. Es ist farbenprächtig anzusehen mit seiner blau schillernden Kehle und seiner leuchtend roten Schwanzbasis. Allerdings ist es aufgrund seiner Lebensweise nur kurze Zeit im Jahr wirklich einfach zu beobachten. Wenn die meisten Männchen Ende März/Anfang April die Reviere besetzen, singen sie wenige Wochen lang sehr intensiv. Danach sind sie sehr heimlich und nur schwer zu beobachten.
Dieses Blaukehlchen sang am 10.4.2010 im Hohen Moor bei Oldendorf.
Nilgans
Text/Foto: H. Drexler
Die Nilgans ist ursprünglich in Afrika beheimatet. Als Gefangenschaftsflüchtling eroberte sie inzwischen nach Großbritannien und den Niederlanden auch Deutschland. Ab 1992 wurden Niedersachsen und Schleswig-Holstein besiedelt. In Niedersachsen liegt der Brutbestand bei etwa 400 Paaren. Sie brütet bevorzugt in der Nähe von Gewässern in Erdhöhlen oder auf Bäumen, wobei sie dabei gerne Nester anderer Vogelarten nutzt. Sie besitzt ein vergleichsweise großes Brutzeitfenster von Februar bis September. Im Winter kann es zu großen Ansammlungen von Nilgänsen kommen. Sie ernährt sich überwiegend von Gräsern und Getreide.
Gallische Feldwespe

Die gallische Feldwespe breitet sich erst in den letzten Jahren von Dänemark kommend in Norddeutschland aus. Im Fllug ist sie gut an den langen "hängenden" Hinterbeinen zu erkennen. Die Jungkönigin des Vorjahres baut ab Ende April das Nest meist in Gbeäuden auf Dachböden. Im Gegensatz zu anderen Wespenarten ist das Nest ohne Mantel, d.h. die Waben liegen offen. Mit 30 - 100 Waben ist der Staat eher klein. Die Nahrung besteht überwigend aus Fliegen, Spinnen und anderen kleinen Insekten. Im Herbst sterben bis auf die Jungköniginnen alle Tiere des Wespenstaates. Nur bei unmittelbarer Gefahr am Nest greift die Wespe an und sticht dann auch.
Kreuzotter
Die Kreuzotter ist unsere einzige Schlange, die sich mit einem giftigen Biss verteidigen, und deshalb für Menschen unangenehm werden kann. Das Gift benötigt sie allerdings vorrangig zum Beuteerwerb. Da sie eine langsame Schlange ist, lähmt sie ihre schnelle Beute (Mäuse, Frösche) und erst dann verschlingt sie diese. Kreuzottern kommen als wechselwarme Tiere erst in den ersten warmen Frühjahrstagen aus ihrem jeweiligen Winter-Unterschlupf hervor, suchen sich ein warmes Plätzchen und tanken die wärmenden Sonnenstrahlen. Zu essen gibt es allerdings zunächst noch nichts, denn erst ab 15°C Umgebungstemperatur arbeitet die Verdauung dieser Schlange. Da bei Kälte keine Gefahr für ihre Beutetiere von ihr ausgeht, überwintert sie oft in Gesellschaft mit diesen. Kreuzottern haben hohe Ansprüche an ihren Lebensraum, insbesondere muss die Struktur stimmen. Diese finden sie im Landkreis Stade in den Resten der Kehdinger Elbniederungsmoore, z.B. des Oederquarter -, Wolfsbrucher- und Aschhorner Moores, wo sie noch regelmäßig anzutreffen ist und wo sie sich im Oederquarter Moor auch noch vermehrt. Diese Kreuzotter wurde am 2. April im Oederquarter Moor aufgenommen.
Zilpzalp
Nach der langen, kalten Winterzeit kommen jetzt die unscheinbaren Laubsänger und Grasmücken wieder zurück. Einer der ersten ist der Zilpzalp, der nicht so einfach an seinem Gefieder, aber deutlich an seinem Gesang zu erkennen ist. Er ruft seinen Namen „Zilpzalp“, und das vielmals hintereinander. Er kommt häufig vor und besiedelt Wälder, Gehölze, Hecken, Parks und Gärten. Seit etwa Mitte März ist er zu hören. Wohl der häufigste Laubsänger ist der Fitis-Laubsänger, in seinem Aussehen kaum vom Zilpzalp zu unterscheiden, aber deutlich im Gesang. Er hat eine längere Tonfolge, die abfallend ist. Der Fitis erscheint etwa zwei bis vier Wochen nach dem Zilpzalp. Der Fitis kommt wie der Zilpzalp in Gehölzen unterschiedlichster Art vor, bei uns ist er besonders häufig in dem Birkenaufwuchs der Moore zu finden. Während der Zilpzalp höhere Gehölze bevorzugen, besiedelt er niedrigere Gebüschformationen. Das Erklingen der Strophen beider Laubsänger erfreut uns besonders, kündigt es doch sicher den Frühling an.
Sumpfohreulen im Oederquarter Moor
Foto: Rüdiger Ramm
Während Waldohreulen in Ortschaften in Bäumen Tagesschlafplätze aufsuchen, ist die Sumpfohreule in unseren Mooren anzutreffen. Im Oederquarter Moor überwintern derzeit mindestens 6 Sumpfohreulen, es werden aber auch Anhäufungen von über 20 Tiere beobachtet. Die Sumpfohreule ist ein Bodenbrüter und in der Marsch sowie im Moor Brutvogel. Oft sieht man sie auch tagsüber jagen im Gegensatz zu den anderen Eulenarten, die erst mit Beginn der Dunkelheit aktiv werden.
Waldschnepfe in Freiburg
Foto: von Blücher
ein seltener Gast in einem Hausgarten in Freiburg.
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