auch in 2012 findet die bundesweite Aktion des NABU statt

"Stunde der Wintervögel" vom 06. - 08. Januar 2012

alle Informationen erhalten Sie hier

Machen Sie mit bei Deutschlands größter Vogelzählung.  2011 hatten sich rund 85000 Naturfreunde beteiligt. Mit den Ergebnissen der kommenden Zählung können auch erste Veränderungen festzustellen sein. Bei der Zählung sind keine besonderen Vogelkenntnisse erforderlich. Viele Familien haben die Gelegenheit genutzt und sich einmal für eine Stunde ans Gartenfenster gesetzt und gemeinsam die Vögel bestimmt und gezählt.


Vögel beobachten, melden - und gewinnen. Unter allen Teilnehmern verlost der NABU wertvolle Gewinne.

www.stundederwintervoegel.de

weitergehende Informationen erhalten Sie auch bei:

Rüdiger Ramm   Tel: 0170 - 3 23 15 33

Georg Ramm      Tel: 04779 - 495

Vögel füttern im Winter

Der NABU gibt Infos und Tipps zur Winterfütterung

 

Blaumeise am Futterautomat.

Das Füttern von Vögeln zur Winterzeit hat nicht nur in Deutschland eine lange Tradition. Es ist bei vielen Vogelfreunden beliebt und von Beginn an auch in unserem Verband verankert. An Futterstellen lassen sich die Tiere aus nächster Nähe beobachten. So vermittelt das Füttern Naturerlebnis und Artenkenntnis zugleich. Das gilt besonders für Kinder und Jugendliche, die immer weniger Gelegenheit zu eigenen Beobachtungen und Erlebnissen in der Natur haben.

Der NABU sagt, worauf zu achten ist, um den Nutzen für die Vögel zu sichern und Freude an der Vogelfütterung zu haben.

  1. Füttern Sie Wildvögel erst bei Frost oder Schnee, dann aber regelmäßig. Die Vögel finden nun kaum Futter und verbrauchen trotzdem viel Energie, um ihre Körpertemperatur von rund vierzig Grad gegen die Kälte der Umgebung aufrecht zu erhalten. Labormessungen haben ergeben, dass zum Beispiel Meisen in einer einzigen Kältenacht bis zu zehn Prozent ihres Gewichtes verlieren.

  2. Wählen Sie Futterspender, bei denen die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können. Auf diese Weise minimieren Sie die Übertragung und Ausbreitung von Krankheitserregern.

  3. Am besten verwenden Sie Futtersilos, da hier das Futter nicht verdirbt und sich keine Nahrungsreste sammeln können. Futterspender müssen so gebaut und angebracht werden, dass das Futter auch bei starkem Wind, Schnee und Regen nicht durchnässt werden kann, da es sonst verdirbt oder vereist.

  4. Wohin mit dem Futterspender?
    Platzieren Sie Futterspender mit genügend Abstand zur nächsten Glasscheibe (mindestens zwei Meter) und an einer übersichtlichen Stelle, so dass sich auch keine Katzen anschleichen können.

  5. Reinigen Sie herkömmliche Futterhäuschen regelmäßig mit heißem Wasser und legen Sie täglich nur wenig Futter nach. Aus hygienischen Gründen sollten Sie beim Reinigen Handschuhe tragen.

  6. Welches Futter eignet sich am Besten?

    Für Körnerfresser wie Finken, Sperlinge und Ammern: Sonnenblumenkerne und Freiland-Futtermischungen.

    Für Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Meisen, Amseln, Zaunkönig: Rosinen, Obst, Haferflocken, Kleie, Meisenknödel. Keinesfalls sollte man salzige Nahrung wie Speck oder Salzkartoffeln anbieten. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt.

Für das Naturerleben ist die Winterfütterung eine schöne Sache. Man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass das Füttern von Gartenvögeln keinen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung leisten kann. Nicht kalte Winter bedrohen unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt, sondern Entwässerung von Feuchtgebieten, Flurbereinigung, Straßenbau, Flächenversiegelung, Überdüngung und Gifteinsatz. Nur durch vielfältige und intakte Lebensräume kann das Überleben der Arten gesichert werden.

Seltenen und bedrohten Vögeln wie Blaukehlchen, Neuntöter, Brachvogel und Weißstorch ist mit der Winterfütterung nicht zu helfen. Abgesehen davon, dass sie Zugvögel sind: die Vernichtung ihrer Lebensräume ist die entscheidende Gefahr. Im eigenen Bereich hat jeder Gartenbesitzer es in der Hand, wildlebenden Tieren und Pflanzen ein kleines Exil zu schaffen. Mit Blumenwiesen statt Einheitsrasen, mit etwas mehr "Unordnung" im Garten und dem weitgehenden Verzicht auf Chemie im Garten.

Der naturnahe Garten ist die beste Winterhilfe für unsere gefiederten Freunde. Einheimische Sträucher wie Schneeball, Pfaffenhütchen und Heckenrose bieten mit ihren Beeren den Vögeln auch im Winter genug Nahrung. In den hohlen Stängeln von Stauden und Gräsern überwintern Spinnen und Kerbtiere. Diese stellen für die "Fleischfresser" unter den Vögeln eine wichtige Nahrungsquelle da. Die Körnerfresser können sich über die Samenstände hermachen. All diese Pflanzen sollten daher vor dem Winter nicht zurückgeschnitten werden. So kann man sich das ganze Jahr am Anblick der Vögel erfreuen- ganz ohne Futterhäuschen und Meisenknödel.

Quelle: www.nabu.de

Oktober 2011 - Der Garten im Herbst

Der Herbst hält seinen Einzug, die Gartenbesitzer werden wieder aktiv. Hier nun einige Tipps, die keine Mehrarbeit und kein Geld kosten, die aber dazu beitragen, wieder etwas mehr Leben in Ihren Garten zu bringen. Unsere Hausgärten stellen ein nicht zu unterschätzendes Refugium für die bedrohte Natur dar. Aber was vielen Gärten fehlt, so widersprüchlich es auch klingt, ist etwas mehr Natur. Denn die künstliche Gestaltung ist perfekt, für die natürlichen Bewohner unserer Landschaft bleibt kein Platz. Das ist unverständlich und sehr schade, da der Garten ein Stück Natur sein soll, wenn auch von Ihrer Hand geprägt. Fangen wir einfach mal an: Verwenden Sie bitte keinen Torf, lassen Sie ihn im Moor ! Dort gehört er hin, Sie retten so die letzten Hochmoore. In letzter Zeit erkennen wir erst, wie wichtig sie sind. Einen lockeren Boden gewinnt man in der Marsch durch Beimengung von Kies, auf der Geest wird die Bodenqualität durch Kleiboden verbessert. Auch der Rhododendron wächst ohne Torf. Mehr Freude machen natürlich einheimische Sträucher, weil sie prächtig blühen und außerdem Früchte tragen. Ein guter Ersatz für Torf ist der Rindenmulch. Er fällt sowieso in der Holz verarbeitenden Industrie an. Gegenüber Torf hat er nur Vorteile als Bodenverbesserer. Schon sind wir beim Mulch, einem Bodenverbesserer, der gar nichts kostet, da er im heimischen Garten anfällt. Dennoch sieht man regelmäßig Grasschnitt auf den Flüssen treiben oder in die Mülltonne wandern. Geben Sie doch der nackten Erde eine warme Decke. Geestboden ist bei warmen Wetter oder Ostwind im Nu staubtrocken, Kleiboden erstarrt zu Beton. Dies verhindert die Mulchdecke. Streuen Sie Ihren Rasenschnitt locker unter alle Zier- und Beerensträucher. Sie danken es Ihnen durch reiche Blüte und Mehrertrag. Auch zwischen Stauden und auf dem Gartenweg sollte man mulchen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Feuchtigkeit, Wärme und luftige Bodenstruktur bleiben erhalten
  • Kleinlebewesen vermehren die Humusschicht
  • Schutz vor Verschlämmung und Verhärtung durch Regen und Wind
  • Hackarbeiten, Jäten, Giessen und Düngen werden fast überflüssig

Ist das nicht einen Versuch wert ??

Und noch etwas: Lassen Sie das Laub unter den Bäumen und Sträuchern liegen. Der größte Teil ist im Frühjahr verrottet und ergibt einen vorzüglichen Humus. Nehmen Sie nur eine Harke in die Hand, um dem Igel in einer ruhigen Gartenecke einen Laubhaufen aufzuschichten. In unserer aufgeräumten Landschaft findet er kaum noch ein Winterquartier. Helfen Sie ihm auf diese Weise. Ein kleines Loch im Zaun ist wichtig für seine Bewegungsfreiheit. Ein Buschhaufen bringt mächtig viel Leben durch die Vögel in den Garten. Die Spatzen stellen sich zuerst ein. Im Sommer können Sie erleben, mit welcher abenteuerlichen Technik sie die Blattläuse von den Rosen holen. Noch nie gesehen ? Verwenden Sie also Ihren Baumschnitt für einen Buschhaufen. Haben Sie noch eine Ecke frei für einen Steinhaufen ? Vielleicht haben Sie dann das Glück, dort nach vielen Jahren wieder einmal eine sonnende Eidechse zu sichten. Auch einen modernden Baumstamm kann man liegenlassen. Viele unserer Nützlinge sind darauf angewiesen. Sie sehen, es ist gar nicht so schwer. Schaffen Sie viele kleine Lebensräume! Das Leben kehrt so zurück und macht Ihren Garten erst zu einem richtigen Paradies.

10. April 2011 - Fredenbecker Wiese

Die erste Schachbrettblume blüht seit dem 10. April auf der von uns betreuten Wiese im Schwingetal bei Fredenbeck. Im letzten Jahr waren es 50 Exemplare die wir zählen durften. Damit hat sich die langsam steigende Tendenz fortgesetzt und wir hoffen, dass sich der Bestand noch weiter erholen wird.  

In den Gräben der Fredenbecker Wiese haben auch die Grasfrösche gelaicht. Sollte es weiter so trocken bleiben, droht der Laich zu vertrocknen. Also Daumen drücken, dass es bald wieder regnet.

weitere Informationen zur NABU Wiese hier


29.01.2011 - Mahnfackeln für die Elbe

Der NABU ruft gemeinsam mit BUND und anderen Bürgerinitiativen, Verbänden, Vereinen und Kirchen zu einer gemeinsamen Aktion gegen umstrittene Wasserstraßenprojekte an der Elbe auf.

Am 29.01.2011 sollen ab 17 Uhr entlang der Elbe von Dresden bis Cuxhaven Lichter und Fackeln entzündet werden. Der Anlass dieser Protestaktion sind Großbauvorhaben, die den letzten großen naturnahen Fluß in Deutschland kanalisieren und verbauen werden:

  • das Staustufenprojekt bei Decin an der deutsch / tschechischen Grenze
  • der geplante Bau des Elbe-Saale-Kanals
  • die Verengung / Vertiefung der Mittelelbe
  • die nächste Elbvertiefung zwischen Cuxhaven und Hamburg

Das Aktionsbündnis fordert u.a. mehr Öffentlichkeitsbeteiligung schon im Vorfeld der Planungen.

Informationen zur geplanten Elbvertiefung 

Informationen zur Fackeldemo

___________________________________________________________________________