Brombeerzipfelfalter

 Text/Foto: NABU

Ein kleiner grüner Schmetterling aus der Gruppe der Bläulinge ist jetzt häufig in den Restmoorstücken des Elbniederungsmoores anzutreffen. Es ist der Brombeerzipfelfalter. Der hier abgebildete Falter wurde beim Restmoorstück Jungclaus Heide beobachtet. Ebenfalls häufig ist er in den heidebestandenen Flächen des NSG „Oederquarter Moor“. Sitzend an Sträuchern ist er aufgrund seiner Grünfärbung kaum zu erkennen, erst im Flug fällt er auf. Seine Raupe ist auf Pflanzen wie der Brombeere, Moosbeere und Ginsterarten zu finden. Meist fliegt er hier nur in einer frühen Generation von Mai bis Juni, unter günstigeren Verhältnissen wird eine zweite im Juli/August gebildet.Verwandte Bläulinge, denen man in hiesigen Restmooren begegnet, sind der Faulbaum und der Ameisenbläuling (beide blau gefärbt) sowie der kleine und der braune Feuerfalter (beide rot bzw. braun).

Text/Foto: H. Drexler

Das Blaukehlchen war jahrelang ein seltener Brutvogel in Deutschland. Seit Ende der 80er Jahre konnte man eine enorme Bestandszunahme feststellen, die sich überwiegend in den Marschen und Mooren Niedersachsens vollzogen hat.  Es ist farbenprächtig anzusehen mit seiner blau schillernden Kehle und seiner leuchtend roten Schwanzbasis. Allerdings ist es aufgrund seiner Lebensweise nur kurze Zeit im Jahr wirklich einfach zu beobachten. Wenn die meisten Männchen Ende März/Anfang April die Reviere besetzen, singen sie wenige Wochen lang sehr intensiv. Danach sind sie sehr heimlich und nur schwer zu beobachten.

Dieses Blaukehlchen sang am 10.4.2010 im Hohen Moor bei Oldendorf-

 

Nilgans

Text/Foto: H. Drexler

Die Nilgans ist ursprünglich in Afrika beheimatet. Als Gefangenschaftsflüchtling eroberte sie inzwischen nach Großbritannien und den Niederlanden auch Deutschland. Ab 1992 wurden Niedersachsen und Schleswig-Holstein besiedelt. In Niedersachsen liegt der Brutbestand bei etwa 400 Paaren. Sie brütet bevorzugt in der Nähe von Gewässern in Erdhöhlen oder auf Bäumen, wobei sie dabei gerne Nester anderer Vogelarten nutzt. Sie besitzt ein vergleichsweise großes Brutzeitfenster von Februar bis September. Im Winter kann es zu großen Ansammlungen von Nilgänsen kommen. Sie ernährt sich überwiegend von Gräsern und Getreide.

Gallische Feldwespe

Die gallische Feldwespe breitet sich erst in den letzten Jahren von Dänemark kommend in Norddeutschland aus. Im Flug ist sie gut an den langen"hängenden" Hinterbeinen zu erkennen. Die Jungkönigin des Vorjahres baut ab April das Nest meist in Gebäuden auf Dachböden. Im Gegensatz zu anderen Wespenarten ist das Nest ohne Mantel, d.h. die Waben liegen offen. Mit 30 - 100 Waben ist der Staat klein. Die Nahrung besteht überwiegend aus Fliegen, Spinnen und anderen kleinen Insekten. Im Herbst sterben bis auf die Jungköniginnen alle Tiere des Wespenstaates. Nur bei unmittelbarer Gefahr am Nest greift die Wespe an.

Frühlingsblüher – Erste Nahrung für Insekten

Einige Pflanzen blühen bereits, bevor sie Blätter ausbilden. Sie sind Gehölze wie z. B. Strauchweiden, bei denen besonders die männlichen Blüten in Erscheinung treten, während die weiblichen unscheinbar grün blühen. Nektar und Pollen werden besonders von den Hummeln und Bienen genutzt.




Auch andere Gehölze bilden Blüten als Kätzchen aus, es sind dies Erle und Hasel, die bereits geblüht haben und es folgen Zitterpappel und die Pappel-Arten. Sie sind unbedeutend für Insekten, da sie Windbestäuber sind. Unter den krautigen Pflanzen kommen bereits ab März Pestwurz, Scharbockskraut und Huflattich in die Blühphase, ebenfalls die Lungenblume. Sie bieten Insekten reiche Nahrung und werden von Schwebfliegen, Hummeln, Bienen und Schmetterlingen angeflogen.





Besonders die Lungenblume mit ihren vielen Blüten und langwährender Blühdauer versorgt die ersten fliegenden Insekten für den Start in die Vermehrungsphase, bei Hummeln und vielen Bienen ist er der Aufbau eines Staates, bei den übrigen die Eiablage zur Bildung der ersten Generation. Während Pestwurz und Huflattich in der freien Landschaft wachsen und dort aufgrund ihrer Ausbreitungstendenz gut aufgehoben sind, sollte die Lungenblume Bestandteil des Staudenbeetes im Garten sein. Ebenfalls lässt sich auch die Strauchweide im Gehölzbereich des Gartens platzieren, die hier nicht nur den Insekten als Starternahrung im Frühling dient, sondern auch Wirtspflanze vieler Schmetterlingsraupen und Nistplatz für Vögel ist.





Kreuzotter

Die Kreuzotter ist unsere einzige Schlange, die sich mit einem giftigen Biss verteidigen, und deshalb für Menschen unangenehm werden kann. Das Gift benötigt sie allerdings vorrangig zum Beuteerwerb. Da sie eine langsame Schlange ist, lähmt sie ihre schnelle Beute (Mäuse, Frösche) und erst dann verschlingt sie diese. Kreuzottern kommen als wechselwarme Tiere erst in den ersten warmen Frühjahrstagen aus ihrem jeweiligen Winter-Unterschlupf hervor, suchen sich ein warmes Plätzchen und tanken die wärmenden Sonnenstrahlen. Zu essen gibt es allerdings zunächst noch nichts, denn erst ab 15°C Umgebungstemperatur arbeitet die Verdauung dieser Schlange. Da bei Kälte keine Gefahr für ihre Beutetiere von ihr ausgeht, überwintert sie oft in Gesellschaft mit diesen. Kreuzottern haben hohe Ansprüche an ihren Lebensraum, insbesondere muss die Struktur stimmen. Diese finden sie im Landkreis Stade in den Resten der Kehdinger Elbniederungsmoore, z.B. des Oederquarter -, Wolfsbrucher- und Aschhorner Moores, wo sie noch regelmäßig anzutreffen ist und wo sie sich im Oederquarter Moor auch noch vermehrt. Diese Kreuzotter wurde am 2. April im Oederquarter Moor aufgenommen.

Zilpzalp

 Nach der langen, kalten Winterzeit kommen jetzt die unscheinbaren Laubsänger und Grasmücken wieder zurück. Einer der ersten ist der Zilpzalp, der nicht so einfach an seinem Gefieder, aber deutlich an seinem Gesang zu erkennen ist. Er ruft seinen Namen „Zilpzalp“, und das vielmals hintereinander. Er kommt häufig vor und besiedelt Wälder, Gehölze, Hecken, Parks und Gärten. Seit etwa Mitte März ist er zu hören. Wohl der häufigste Laubsänger ist der Fitis-Laubsänger, in seinem Aussehen kaum vom Zilpzalp zu unterscheiden, aber deutlich im Gesang. Er hat eine längere Tonfolge, die abfallend ist. Der Fitis erscheint etwa zwei bis vier Wochen nach dem Zilpzalp. Der Fitis kommt wie der Zilpzalp in Gehölzen unterschiedlichster Art vor, bei uns ist er besonders häufig in dem Birkenaufwuchs der Moore zu finden. Während der Zilpzalp höhere Gehölze bevorzugen, besiedelt er niedrigere Gebüschformationen. Das Erklingen der Strophen beider Laubsänger erfreut uns besonders, kündigt es doch sicher den Frühling an.

 
Amphibien

Trotz des eisigen Winkels haben sich die Gewässer an den sonnenreichen Tagen soweit erwärmt, dass Kröten und Frösche voll in ihrem Laichgeschäft sind. Erdkröten haben ihren Laich abgelegt und befinden sich auf dem Rückzug vom Laichgewässer in ihre Reviere. Der Moorfrosch hat teilweise im Moor (hier Laich in im NSG Oederquarter Moor) abgelaicht, seine Rufe sind aber immer noch zu hören. Seltener kommt der Grasfrosch vor, der jetzt durch seine nicht besonders lauten, knurrenden Rufe zu erkennen ist. In der Umgebung des Oederquarter Moores wurden auch schon Grasfrösche gesichtet und gehört. Sie sind die Art, die auch den Sommer hindurch am Gewässer zu finden sind. Sie schreiten erst im späten Frühjahr zur Laich, haben die von den Wasserfröschen größten Kaulquappen und machen den meisten Lärm.

Sumpfohreulen im Oederquarter Moor

Foto: Rüdiger Ramm

Während Waldohreulen in Ortschaften in Bäumen Tagesschlafplätze aufsuchen, ist die Sumpfohreule in unseren Mooren anzutreffen. Im Oederquarter Moor überwintern derzeit mindestens 6 Sumpfohreulen, es werden aber auch Anhäufungen von über 20 Tiere beobachtet. Die Sumpfohreule ist ein Bodenbrüter und in der Marsch sowie im Moor Brutvogel. Oft sieht man sie auch tagsüber jagen im Gegensatz zu den anderen Eulenarten, die erst mit Beginn der Dunkelheit aktiv werden.


Kraniche im Oederquarter Moor



Foto: Rüdiger Ramm

Frühling im Moor

Nach einer strengen Winterperiode gibt es wieder Bewegung in der Vogelwelt. Nicht nur Gänse, Wacholderdrosseln und Saatkrähen bevölkern unsere Landschaft, auch die ersten Kiebitze suchen die nassen Wiesen auf und aus den Tiefen des Moores sind die Rufe der Kraniche zu vernehmen.
Seit einigen Jahren sind Kraniche Dauergäste und Brutvögel im Aschhorner und Oederquarter Moor. Diese Reviere sind jeweils mit einem Paar besetzt. In der Zugzeit kommen kleine Gruppen zur Stippvisite vorbei. Zurzeit sind zehn Tiere im Oederquarter Moor, wo sie nicht nur den Kernbereich aufsuchen, sondern auch das umliegende Grünland, wie auf dem Foto zu sehen ist.
Kraniche sind keine Neuerscheinung der Vogelwelt in unserem Elbe-Oste-Dreieck. Ortsnamen wie Kranenweide belegen historische Lebensräume dieses Vogels, und tatsächlich wurden jüngst auch rastende Vögel im Bereich Bentwisch gesehen. In den letzten Jahrzehnten wurde in Abstände Kraniche bei Landesbrück beobachtet.
Die neuerliche Etablierung des Kranichs geht einher mit der Erhaltung und dem Wassereinstau in den Restmoorflächen und der Renaturierung nach Torfabbau , wobei der Kranich in der Auswahl seines Reviers hinsichtlich der Pflanzen keine großen Ansprüche stellt, sondern es müssen die Struktur und Ungestörtheit stimmen.
Wer Kranichen hier begegnet, sollte ihnen nicht zu dicht auf die Federn rücken, denn sie sind bei gezielter Beobachtung sehr störanfällig. Und wir wollen diesen schönen, eindrucksvollen Vögeln als festen Bestandteil in unserer heimischen Natur etablieren.


Waldschnepfe in Freiburg


Foto: von Blücher

ein seltener Gast in einem Hausgarten in Freiburg.



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Blaukehlchen